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Die Seen in Berlin sind zugefroren. Ich beobachte an einem dieser Seen wie Menschen aller Art und jeden Alters zusammenkommen und sich den neu gewonnenen Raum aufteilen. In der Mitte wird ein Platz von Schnee befreit für die Eishockey Spieler:innen. Außen herum wird eine Bahn angelegt für die Eisläufer:innen. Noch weiter außen am Rand für die Kinder und Familien. Mit Selbstverständlichkeit, ein paar Gesten, einfach so mit viel Fröhlichkeit. Es ist möglich.
Hier findet ihr ein paar Einblicke in unsere Arbeit, Veranstaltungen, Fortbildungsangebote und andere Informationen.
Es grüßt herzlich,
Britta Wilmsmeier
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The lakes in Berlin are frozen over. At one of these lakes, I watch as people of all kinds and ages come together and divide up the newly gained space. In the middle, a space is cleared of snow for the ice hockey players. Around the outside, a rink is created for the ice skaters. Further out, at the edge, there is space for children and families. As a matter of course, with a few gestures, just like that, with lots of cheerfulness. It is possible.
Here you can find a few insights into our work, events, trainings and other information.
With kind regards
Britta Wilmsmeier |
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Inhaltsverzeichnis
- Rückblick - Das Jahr 2025 des Vereins
- Ausschreibung: RÜCKENWIND 2026 - Förderung von Erzählen in sozialen Einrichtungen
- Erzählen in der Natur mit angehenden Kinderpfleger:innen von Volker Patalong
- Laufende Projekte 2026
Veranstaltungen 2026
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- Erzählwerkstatt: Newroz oder ins Gleichgewicht kommen mit Mohamed Kelo & Britta Wilmsmeier, Suse Weisse, Satellit, Berlin, 19.3.2026
- Seminar: Dem Frieden Raum geben mit Volker Patalong, KLVs Petersberg, 10.-12. April 2026
- Erzählabend: Träumen länger als die Nacht von Silvia Angel mit Gast Britta Wilmsmeier, Satellit, Berlin. 24.9.20276
- Seminar: Was wir uns selbst erzählen mit Silvia Angel
- Online Fortbildung EoG: Storytelling on Air, 10. Oktober 2026
- VEE & FEST 2026
- Our English Book: In the Eye of the Storm
- Nach_Gedacht: Erzählen in der Abschiebehaft von Gudrun Rathke
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Table of contents
- Review – The association's year 2025
- Call for entries: RÜCKENWIND 2026 – Promoting storytelling in social institutions
- Storytelling in Nature with Aspiring Childcare Workers by Volker Patalong
- Ongoing projects in 2026
Events in 2026
- Working with Stories: Newroz or Finding Balance Mohamed Kelo & Britta Wilmsmeier, Suse Weisse, Satellit, Berlin, 19 March 2026
- Seminar: Giving Space to Peace Volker Patalong, KLVs Petersberg, 10-12 April 2026
- Storytelling: Dreaming longer than the Night by Silvia Angel with guest Britta Wilmsmeier, Satellit, Berlin. 24 September 2026
- Seminar: What we tell ourselves by Silvia Angel
- Online training EoG, Storytelling on Air 10 October 2026
- VEE & FEST 2026
- Our English Book: In the Eye of the Storm
- Thought_About: Deportation Detention by Gudrun Rathke
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Rückblick - Das Jahr 2025 bei EoG
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Das Jahr 2025 stand im Zeichen von Kontinuität und Erneuerung. Wir konnten unsere Kooperationen fortführen und Neues etablieren. Z.T. waren die Finanzierungen etwas kleiner als die Jahre davor. So haben wir im Jahr 2025 etwas über 1300 Menschen, vor allem Kinder, durch verschiedene Projekte und Angebote erreicht:
Erzählen bildet Sprache, Internationales Erzähkarussell, Worte mit Flügeln, Sprachcafe Mistechko, Rückenwind 2025, Pluri Club, Pech & Federn, Der kleine Nachtisch, Book Launch: In the Eye of the Storm, Fortbildung für Syrische Pädagog:innen, Fortbildung: Körper - Stimme - Geist, Erzählen für Demenzkranke, Erzählen für Kinder im Hospiz, Erzählen für Schwerstbehinderte.
Außerdem gibt es bestimmt noch einige, die ganz still und leise ihre Arbeit geleistet haben, von denen wir nichts wissen.
Wir hatten auch im Jahr 2025 viele Fürsprecher und konnten u.a. durch Spenden das eine oder andere Projekt finanziell unterstützen.
Wir bedanken uns vielmals bei unseren Spender:innen für ihr Vertrauen!
Auch möchten wir uns bei unseren Mitgliedern und Erzähler:innen aus unserem Netzwerk bedanken, die zu einem erfolgreichen Jahr beigetragen haben:
Armin Rauser, Karin Tscholl, Silvia Angel, Maria Carmela Marinelli, Kathleen Rappolt, Suse Weisse, Jesper la Cour, Gunnar Wendel, Soogi Kang, Jean-Luc Jossa, Erik Sjøholm, Mohammed Kelo, Maria Gonzáles, Micaela Sauber, Ifor Rhys, Gauri Raji, Kristin Wardetzky, Katharina Lange, Carolin Mazloumian, Frauke Freise, Sigrid Varduhn, Dirk Nowakowski, Ini Dill, Hannah Ginsburg, Frank Hellbrück, Satellit, Kinder- und Jugendbibliothek Spandau, Pluri Club, Natur verführt e.V.
D A N K E !
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In 2025, we were able to continue our collaborations and establish new ones. In some cases, the funding was slightly lower than in previous years. In 2025, we reached just over 1,300 people, mainly children, through various projects and programmes:
Erzählen bildet Sprache, Internationales Erzähkarussell, Worte mit Flügeln, Rückenwind 2025, Pluri Club, Pech & Federn, Der kleine Nachtisch, Book Launch: In the Eye of the Storm, Fortbildung für Syrische Pädagog:innen, Fortbildung: Körper - Stimme - Geist, Storytelling for people with dementia, Storytelling for children in Hospize, Storytelling for people who are Beverly disabled.
In addition, there are certainly others who have worked quietly and discreetly, of whom we know nothing.
We also had many supporters in 2025 and were able to provide financial support for a number of projects through donations, among other things.
We would like to express our sincere gratitude to our donors for their trust!
We would also like to thank our members and storytellers from our network who contributed to this:
Armin Rauser, Karin Tscholl, Silvia Angel, Maria Carmela Marinelli, Kathleen Rappolt, Suse Weisse, Jesper la Cour, Gunnar Wendel, Soogi Kang, Jean-Luc Jossa, Erik Sjøholm, Mohammed Kelo, Maria Gonzáles, Micaela Sauber, Ifor Rhys, Gauri Raji, Kristin Wardetzky, Katharina Lange, Carolin Mazloumian, Frauke Freise, Sigrid Varduhn, Dirk Nowakowski, Ini Dill, Hannah Ginsburg, Frank Hellbrück, Satellit, Kinder- und Jugendbibliothek Spandau, Pluri Club, Natur verführt e.V.
Thank you! |
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RÜCKENWIND 2026 - TAILWIND 2026 Förderung von Erzählen in sozialen Einrichtungen
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Ausschreibung nur für Mitglieder und Mitglieder des Netzwerks
Du erzählst oder willst in einer sozialen Einrichtung wie Hospiz, Altenheim, Geflüchteten Unterkunft, Kinderkrankenhaus o.ä. erzählen? Oder du kennst jemanden, der hospitieren möchte, oder du möchtest bei jemandem hospitieren? Dann schick uns gerne dein Vorhaben.
2 Erzähler:innen erhalten von uns 300 Euro.
Welche Bedingungen gibt es?
- Du musst entweder Mitglied sein oder Teil des Netzwerks.
- Das Erzählen muss im Jahr 2026 stattfinden.
- Im Anschluss an deine Veranstaltung(en) erhalten wir einen kurzen Bericht von dir, der ca. eine halbe Seite, nicht mehr als eine Seite lang ist.
- Das Geld bekommst du am Tag des Einsatzes und mit Erhalt des Berichts.
- Schick uns eine pdf mit einem kurzen Text warum und wo du erzählen möchtest.
Wir werden uns bei der Auswahl bemühen, die diversen Menschengruppen zu berücksichtigen. Wenn es sehr viele Bewerbungen sind, die auf das Profil passen, wird das Los entscheiden.
Bewerbungsschluss: 21.3.2026
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Call for Members and Members of the Network only
Do you work or would like to work in social institutions such as hospice, retirement home, refugee shelter, children's hospital or similar? Or you know someone who would like to sit in, or you would like to learn from someone? Then contact us with your idea.
2 storytellers will receive 300 Euros from us.
What are the conditions?
- You must either be a member or part of the network.
- The storytelling must take place in 2026.
- After your event(s), we will receive a short report of about half a page, no more than one page from you.
- You will receive the money on the day of the storytelling and the receipt of the report.
- Send us a pdf with a short text about why and where you want to tell your story.
We will do our best to consider the various groups of people in the selection process. If there are a lot of applications that fit the profile, we will draw lots.
Application deadline: 21st March 2026 |
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Erzählen in der Natur mit angehenden Kinderpfleger:innen
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von Volker Patalong, Freising
Die CBZ Gmbh engagierte mich als Erzähler, um für zwei Gruppen aus dem Ausbildungskurs KinderpflegerInnen für Geflüchtete/ÜbersiedlerInnen, die sich auch oft in schwierigen persönlichen Umständen befinden, einen zweitägigen Workshop zum Thema Märchen und Natur am Tipi auf der Streuobstwiese anzubieten.
Es werden berührende Tage, in denen wir auch Nachspiele von kurzen Märchen auf der Wiese entstehen lassen. Die pädagogische Leiterin ist dabei und ganz angetan von dem, wie sich die Ukrainerinnen (+ jeweils ein Mann) öffnen, sich engagiert beteiligen und persönlich zeigen. Auch ich bin davon berührt und habe ein gutes Gefühl diese Frauen und Männer mit ihren Lebenserfahrungen und der spürbaren Solidarität untereinander in die Aufgabe, mit Kindern zu arbeiten, gehen zu sehen.
Daraus entstand die Projektidee mit einer neuen Gruppe Geflüchteter eine Woche im Dezember eine Art Erzähltheater zu gestalten. Im Rahmen des Faches Kommunikation und Deutsch sollte diese Arbei integriert werden. Die Idee war, ihnen durch das gemeinsame Vorbereiten, miteinander in Bewegung und Sprache zu kommen und sich damit zu zeigen, Selbstvertrauen und Ausdrucksmöglichkeit zu stärken.
Am Anfang dachte ich "keine Chance, dass da etwas entsteht", sie haben so wenig verstanden und es war sehr unkalkulierbar wann und wie sie da waren. Es war außerordentlich spannend - und um es voraus zu schicken: es ist letztlich gelungen und war eine sehr berührende Aufführung.
Wir haben diese Aufführung gemacht, trotz aller Hindernisse und zum Teil wechselnder Besetzungen. Und sie haben das Publikum (Kinderpflegerinnenkurs aus der Schule, Schulleitung, Kursleitung, Büromitarbeitende und ein paar eingeladene Gäste von uns) sehr berührt.
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Storytelling in nature with trainee nursery nurses
by Volker Patalong, Freising
CBZ GmbH hired me as a storyteller to offer a two-day workshop on fairy tales and nature in a teepee on an orchard meadow for two groups of childcare workers training to care for refugees and migrants, who often find themselves in difficult personal circumstances.
These are moving days, during which we also create reenactments of short fairy tales on the meadow. The educational director is present and very impressed by how the Ukrainian women (and one man) open up, participate enthusiastically and reveal their personal sides. I am also touched and feel good about seeing these women and men, with their life experiences and palpable solidarity with one another, take on the task of working with children.
This gave rise to the project idea of creating a kind of storytelling theatre with a new group of refugees for a week in December. This work was to be integrated into the communication and German language classes. The idea was to help them gain self-confidence and strengthen their ability to express themselves by preparing together, moving and speaking together, and thus showing themselves.
Even though I thought at the beginning, ‘there's no chance that anything will come of this,’ they understood so little and it was very unpredictable when and how they were with me. To cut a long story short: It took place. We were able to put on this performance despite all the obstacles and some changes in the cast. And it became a success as they really moved the audience who were from the nursery nurse course from the school, school management, course management, office staff and a few guests we invited. |
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Wir freuen uns, dass Projekte und Kooperationen auch in diesem Jahr fortgeführt werden können: Weiterhin werden wir erzählen für Kitakinder in dem Projekt Worte mit Flügeln (siehe Artikel im BuB), für Schüler:innen mit erhöhtem Sprachförderbedarf in dem Projekt Erzählen bildet Sprache. Für internationale Familien und Familien mit Interessen an Sprachen wird erzählt im Internationalen Erzählkarussell.
Wir führen unsere Kooperation mit dem Satellit und den Notfallpädagogen fort und unterstützen ihre Arbeit im Ausland. Wir freuen uns über die anhaltende Partnerschaft mit Pluri Club zum Thema Mehrsprachigkeit.
Auch in diesem Jahr werden wir wieder unseren Rückenwind durch eine Ausschreibung an unsere Mitglieder und Netzwerk weitergeben und ihre Arbeit in sozialen Einrichtungen unterstützen.
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We are delighted that projects and collaborations can continue this year: We will continue to tell stories for daycare children in the Words with Wings project and for pupils with increased language support needs in the Storytelling Builds Language project. For international families and families with an interest in languages, stories will be told in the International Storytelling Carousel.
We are continuing our cooperation with the Satellit and the emergency educators and support their work abroad. We are delighted about our ongoing partnership with Pluri Club on the topic of multilingualism.
We are pleased that we again can pass on our tailwind to our members and network through a call for proposals and that we can support their work in social institutions. |
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19. März 2026, 18 Uhr Satellit, Berlin
Erzählwerkstatt: Newroz oder ins Gleichgewicht kommen
Mohammed Kelo & Britta Wilmsmeier
Suse Weisse
Mohamed Kelo und Britta Wilmsmeier erzählen auf kurdisch & deutsch eine Version der kurdischen Neujahrsgeschichte Newroz. Kennt ihr andere Varianten? Bringt sie mit. Suse Weisse erzählt von einer anderen Art Gleichgewicht. Wir bearbeiten mit euch die Frage, wie wir ins Gleichgewicht kommen und was das bedeutet. Mit Worten, Sinnen und Verstand nähern wir uns dem Thema Gleichgewicht.
Anschließend gibt es einen kleinen Snack.
Anmeldung: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de
Spenden erwünscht.
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19 March 2026, 6 p.m. Satellit, Berlin
Storytelling workshop: Newroz or Finding Balance
Mohammed Kelo & Britta Wilmsmeier
Suse Weisse
Mohammed Kelo and Britta Wilmsmeier tell a version of the Kurdish new year's story of Newroz in Kurdish and German. Do you have your own version? Bring it along. Suse Weisse will bring a story of a very different act of balance. Together with you, we will explore the question of how we can find balance and what that means. We will approach the topic of balance with words, senses and understanding.
Afterwards, there will be a small snack.
Registration: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de
Donations welcome.
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10.04.2026, 18 Uhr - 12.04.2026, 14.00 Uhr, KLVhs Petersberg
Seminar: Dem Frieden Raum geben
Geschichten und Märchen als Wegweiser zum Frieden
Der Frieden ist schon immer eine Sehnsucht der Menschen. Die Geschichtsbücher berichten trotzdem vor allem von den Kriegen. Anders viele Geschichten und Märchen der Völker, die von Wegen zum Frieden erzählen.
Mit dem Erzähler und Märchen-Experten Volker Patalong suchen wir nach solchen Weg-Weisungen in den Geschichten. Welche Hinweise geben sie für meinen/unseren Umgang im Miteinander in der heutigen Zeit?
Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen, kennt viele Konfliktregionen aus eigener Anschauung. Mit ihm forschen wir an Beispielen nach der Übertragbarkeit auf die politische Ebene. So verstehen wir politische Konflikte besser und können Perspektiven für persönliches und politisches Handeln entwickeln. Begleitet von Jürgen Bauer.
Termin: 10.04., 18 Uhr-12.04.2026, 14.00 Uhr
Seminar-Beitrag: 90,00 € Pensionskosten: 128,00 €
Ort + Anmeldung: KLVhs Petersberg 85251
Erdweg Tel: 08138/9313-0,Fax -22
E-mail: klvhs@ptbg.de
www.der-petersberg.de
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10 April 2026, 6 p.m. - 12 April 2026, 2 p.m., KLVhs Petersberg
Workshop: Giving space to peace
Stories and fairy tales as guides to peace
Peace has always been a human longing. Nevertheless, history books mainly tell of wars. This is in contrast to the many stories and fairy tales of different peoples, which tell of paths to peace.
Together with storyteller and fairy tale expert Volker Patalong, we will search for such guidance in the stories. What insights do they offer for how we interact with one another in today's world?
Clemens Ronnefeldt, a consultant on peace issues, has first-hand knowledge of many conflict regions. Together with him, we will examine examples to see how they can be applied to the political sphere. This helps us to better understand political conflicts and develop perspectives for personal and political action. Accompanied by Jürgen Bauer.
Date: 10 April, 6 p.m. to 12 April 2026, 2 p.m.
Seminar fee: 90 € Board costs: 128 €
Location + registration: KLVhs Petersberg
Erdweg Tel: 08138/9313-0,Fax -22
E-mail: klvhs@ptbg.de
www.der-petersberg.de |
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Weltfriedenstag, 26. September 2026, Satellit, Berlin
Erzählabend: Träumen länger als die Nacht
von Silvia Angel begleitet mit Objekten von Britta Wilmsmeier
Ermutigende Geschichten zum Weltfriedenstag
Silvia Angel erzählt die bewegende und inspirierende Geschichte einer Friedensaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin aus Liberia. Leymah Gbowees Geschichte aus dem wahren Leben, erzählt von großen Träumen, gesellschaftlichen Veränderungen und gewaltfreiem Widerstand und führt in lebendigen Bildern vor Augen, wie wir Lösungen finden und dranbleiben können, wenn der Mut zu versagen scheint.
Wo: Satellit, Weinstraße 11, Berlin
Wann: 18 Uhr
Anmeldung: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de
Spenden erwünscht.
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World Peace Day, 26 September 2026, Satellit, Berlin
Storytelling evening: Dreaming Longer than the Night
by Silvia Angel accompanied with objects by Britta Wilmsmeier
Encouraging stories for World Peace Day
Silvia Angel tells the moving and inspiring story of a peace activist and Nobel Peace Prize winner from Liberia. Leymah Gbowee's true-life story tells of big dreams, social change and non-violent resistance, and uses vivid imagery to show how we can find solutions and persevere when courage seems to fail us.
Location: Satellit, Weinstraße 11, Berlin
Beginn: 18 Uhr
Registration: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de
www.impulsgeschichten.de
Donations welcome
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27. September 2026, Satellit, Berlin
Was wir uns selbst erzählen Ein partizipativer Workshop zu Inneren Geschichten
Während die meisten Workshops zum Geschichtenerzählen sich den Geschichten widmen, die wir nach Außen und Anderen erzählen, widmet sich dieser Workshop dem, was wir uns selbst im Innern erzählen. Über einen Nachmittag hinweg bietet der Workshop Raum, sich auf eine narrative Erkundungsreise zu begeben, welche eigenen Geschichten die Vorstellung davon prägen, wer wir sind und wozu wir uns fähig fühlen. Dabei lädt das Format dazu ein, Geschichten (wieder) zu entdecken, interaktiv zu reflektieren, kreativ selbst zu gestalten und ermutigend (neu) zu erzählen.
Silvia Angel entwickelte den Workshop unter anderem im Rahmen des Masters für Friedensbildung an der Universtity for Peace in Costa Rica, als stärkendes und ermutigendes Format für sozial Engagierte. Sie bietet seit 13 Jahren Workshops im Geschichtenerzählen an, neben allgemein Interessierten im Besonderen für Studierende der Sozialen Arbeit, Selbstständige und Gründende sowie Lehrende und Vortragende. Ihre partizipativen und interaktiven Workshops laden zum aktiven Lernen, Ausprobieren und gemeinsam Erkenntnisse gewinnen ein.
Ort: Satellit, Weinstraße 11, 10249 Berlin
Zeit: 27.09.2026 / 14-18 Uhr
Für: Für Personen mit und ohne Erzählvorkenntnisse geeignet
Teilnahmebeitrag: 65 €
Wenn dieser Beitrag eine Hürde für die Teilnahme darstellt, kann eine Ermäßigung angefragt werden.
Anmeldung: An Silvia Angel: mail@silvia-angel.de
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27 September 2026, Satellit, Berlin
What we tell ourselves
A participatory workshop on inner stories
While most storytelling workshops focus on the stories we tell to others, this workshop focuses on what we tell ourselves internally. Over the course of an afternoon, the workshop offers space to embark on a narrative journey of discovery, exploring which stories shape our perception of who we are and what we feel capable of. The format invites participants to (re)discover stories, reflect on them interactively, creatively shape them themselves and (re)tell them in an encouraging way.
Silvia Angel developed the workshop as part of her Master's degree in Peace Education at the University for Peace in Costa Rica as a strengthening and encouraging format for socially engaged people. She has been offering storytelling workshops for 13 years, not only to those with a general interest, but also specifically to social work students, self-employed people, entrepreneurs, teachers and lecturers. Her participatory and interactive workshops invite active learning, experimentation and shared discovery.
Location: Satellit, Weinstraße 11, 10249 Berlin
Time: 27 September 2026 / 2-6 p.m.
For: Suitable for people with and without previous storytelling experience
Participation fee: €65
You may contact me if the amount is not payable for you and ask for a reduction.
Registration: Contact Silvia Angel: mail@silvia-angel.de
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10. Oktober 2026, Online Workshop von EoG
Storytelling on Air
Podcast & Storytelling. Wie kommen die beiden zusammen? Ein hands on Workshop.
Anmeldung bis zum 21.9.2026 unter: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de
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10 October 2026, Online Workshop
Storytelling on Air
Podcast & Storytelling. How do these two come together. A hands on Workshop.
Registration until 21st September 2026: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de |
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VEE Treffen: 20. April - 23. April 2026, Leipzig
FEST: 22. Juni - 25. Juni 2026, Schweden
In diesem Jahr findet das VEE Treffen in Leipzig statt, organisiert von Erzählraum e.V. Wir werden auch da sein: Gerne könnt ihr von uns unser ins Englische übersetzte Buch: In the Eye of the Storm erwerben. Günstiger als im Handel! Das gleich gilt für FEST. |
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Ihr könnt unser Buch In the Eye if the Storm jederzeit im Handel erwerben, oder direkt bei uns ein wenig günstiger. Schickt uns eine E-mail: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de
Wir werden das Buch auch auf den Konferenzen dabei haben.
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You can purchase our book In the Eye of the Storm at any time in shops or directly from us a little cheaper. Send us an e-mail to: mail@erzaehler-ohne-grenzen.de
If you meet us at one of the conferences we are happy to sell it to you too. |
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"Ein Verwahrter geht nie durch diese Tür"
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Erzählen für Menschen in Abschiebehaft
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Es ist das zweite Mal, dass ich vor diesen Mauern stehe - fünf Meter hoch, vielleicht mehr. Glatter grauer Beton. Darüber blauer Himmel. Zumindest heute. Dahinter: Stacheldraht, Türschleusen, Videokameras, Hochsicherheitstrakt - und Menschen. Wegen ihnen bin ich hier. Menschen, weit weg geboren und Kind gewesen und dann, dann war das Leben nicht mehr aushaltbar, aussichtslos. Warum sonst hätten sie sich auf diesen Weg gemacht. Nun bangen sie hinter diesen Mauern vor dem Abschiebeflug zurück ins Aussichtslose.
Ich stehe mit Uwe vor diesen Mauern, Freund seit mehr als einem halben Leben und seit einigen Jahren Seelsorger hier in der „Gewahrsamkeitseinrichtung für Ausreisepflichtige“. Was für eine Bezeichnung: Gewahrsamkeitseinrichtung – es ist ein Gefängnis, vor dem ich stehe.
Handy und Personalausweiß bekommt der Pförtner hinter der Glasscheibe im Wechsel mit dem Besucherausweiß. Dann der Weg durch die Türschleusen. Uwe kennt das Spiel, jeder Handgriff eingeübt. Er hält mir die Tür zum Flur auf. Zwei Männer, etwa gleich alt, beide dunkel gekleidet, kommen uns entgegen und grüßen. Uwe, die Tür noch in der Hand, zuvorkommend wie immer, fragt: „Möchten sie hier raus?“ Einer der Männer, ich erkenne erst jetzt seine Uniform, sieht Uwe an, schüttelt kaum merklich den Kopf und sagt: „Kein Verwahrter geht je durch diese Tür“.
Was für eine groteske Situation. Diese zwei Sätze hallen in meinem Kopf nach. Uwes „Wollen sie hier raus“ und diese Antwort „Kein Verwahrter geht je durch diese Tür,“ frage mich: durch welche Tür gehen sie dann? Hinterausgang? Rampe, direkt ins Polizeiauto? Sie sollen ja raus hier, so schnell wie möglich, und nicht nur hier, aus Deutschland raus. Weg mit ihnen! „Verwahrte“, was für eine Bezeichnung für Menschen. Für Menschen mit einem Lebensweg, den ich mir nicht vorstellen kann. Nun werden sie „verwahrt“. Die erste Woche in Einzelhaft. Überstehen sie diese Woche gefügig und unterwürfig, dürfen sie auf den offenen Flur. Eine Stunde Freigang am Tag im inneren Hof. Sucht sich die Verzweiflung einen zerstörerischen Ausdruck bleiben sie in Einzelhaft.
Uwe muss im Büro noch einiges erledigen, ich frische die mitgebrachten Blumen ein. Das leuchtende gelb und orange der Gerbera tun mir gut. Zwischendurch erzählt mir Uwe von der Frau aus Ghana, die zum Erzählen kommen will, geflüchtet ist sie nach ihrer Zwangsverheiratung mit einem Voodoo-Priester. Nun wird sie zurückgeflogen: „Ghana ist groß, Sie können sich doch wo anders niederlassen“. Was für ein Irrsinn. Später wird sie in dem Andachtsraum sitzen, den Blick auf den Strauß Blumen gerichtet, umhüllt von Resignation.
Dann gehen wir durch weitere Schleusen über den äußeren Hof. Vor dem Eingang zum Haupthaus ein kleiner Teich, einige verblühte Blumen. Einer der Angestellten ist Landschaftsgärtner, erzählt Uwe und auch, dass in dem Teich im Sommer Enten waren, liebevoll gefüttert von den Angestellten. Welche Wege sucht sich die Sehnsucht nach Lebendigkeit für die Menschen, die hier arbeiten. Keiner der hier untergebrachten Menschen, die ja „Verwahrte“ heißen, sieht die Blumen, kann die Freude über die Enten teilen, eine Stunde Freigang im Innenhof.
Im Andachtsraum stellen wir die Stühle im Kreis. Schöne massive Holzstühle, ich weiß schon, wie schwer sie sind. Das ist Vorschrift, zu schwer, um sie durch den Raum zu werfen, sie zur Waffe werden zu lassen. In die Mitte stelle ich den Strauß mit den leuchtenden Gerbera, lege meinen roten Schal rundherum. Während ich die Kerzen im Raum anzünde, geht Uwe auf die Flure, um die Menschen zu holen, die zum Zuhören kommen wollen. Vier junge Männer kommen als erstes, betreten verhalten den Raum, ein Wächter steht in der offenen Tür. Aus einem der Männer bricht es hervor: „Helfen sie bitte! Fünf Jahre Knast in Tunesien, jetzt hier Knast, zurück in Tunesien wieder Knast. Leben nur Knast. Warum? Helfen Sie, bitte!“ Mit so einem Ausbruch habe ich nicht gerechnet, er fährt mir durch Mark und Bein, ich höre mich sagen: “Ich kann nicht helfen“. Und spüre meine Wut, warum nicht? Warum bringen wir hier Menschen hinter Gitter? Und frage mich, wie so oft in den letzten Tagen: Was tue ich hier, was glaube ich damit zu bewirken? Die anderen drei Männer setzen sich zu dem Verzweifelten. Fangen an zu feixen, kein Wunder, die Situation ist danach. Dann kommt die Frau aus Ghana, niedergeschlagene Augen, setzt sie sich auf einen der Stühle auf der anderen Seite im Kreis. Nun steht auch eine Wächterin vor der Tür. Uwe geht noch einmal los. Ich versuche die Frau zu begrüßen, sie hebt den Blick nicht, schaut auf die Blumen. Dann kommt Uwe mit noch drei jungen Männern, sie grüßen freundlich, einer kann gut Englisch und Deutsch, er wird ins Arabische übersetzten. Der junge Mann, den wir am Eingang getroffen haben, ist auch dabei. Uwe begrüßt und setzt sich neben die Frau aus Ghana. Die beiden Uniformierten setzen sich links und rechts der Tür. Meine freundliche Einladung, in den Kreis zu kommen, es gibt ja noch freie Stühle, lehnen sie irritiert ab.
Dann höre ich mich sagen: „Ich bin Erzählerin, ich liebe Geschichten, ich liebe es mir Geschichten vorzustellen, das geht auch, wenn man uns einsperrt und uns alles wegnimmt.“ Stimmt das? Könnte ich in dieser Ausweglosigkeit mir noch schöne Geschichten vorstellen? Meine Zweifel, Wut und Verzweiflung gemischt mit Scham werden noch größer. Energisch schiebe ich sie zur Seite, rette mich in die erste Geschichte, erzähle auf Englisch und Deutsch, der junge freundliche Mann übersetzt ins Arabische. Merke schnell, ich muss noch einfacher erzählen, die Bilder deutlicher setzen, ich spüre kaum ein Echo. Einer der Männer entschuldigt sich mit Bauchschmerzen und geht. Ich kann ihn verstehen. Soll ich als zweite Geschichte tatsächlich „Das Feuer auf dem Berg“ erzählen? Diese tiefgehende Geschichte von Freundschaft, Mut und Freiheit. Ich tu’s und spüre, wie meine Sehnsucht nach dem Funken Menschlichkeit und seiner Wärme sich einträgt in mein Erzählen, mir den Boden gibt und den Raum zwischen uns ein klein wenig öffnet. Während der junge Dolmetscher auf Arabisch übersetzt, erzähle ich dem freundlichen Mann neben mir, die Kurzfassung nochmal mit Händen und Füßen auf Deutsch, er nickt, ein erster Faden Begegnung. Die Frau aus Ghana schaut nach wie vor nur auf die Blumen. Wie gut, dass wir Blumen gekauft haben.
Bei der dritten Geschichte „Die Frau im Kürbis“, die ich von Reza Maschajechi hörte, frage ich nach den Lieblingsessen. Der staunende Blick des ersten, den ich frage, brennt sich ein. Er kann es nicht glauben, dass ihn jemand fragt, so etwas Simples und doch so Persönliches fragt. Seine Antwort und das Aufblitzen seiner Augen sind ein kostbarer Schatz. Und natürlich kann ich das arabische Wort nicht wiederholen, muss mir helfen lassen, weiß es auch jetzt leider nicht mehr. Weiß nur, es war Hühnchen mit Reis. Die Stimmung verändert sich. Und ich frage alle, auch Uwe und die beiden Menschen, die links und rechts der Tür sitzen, unnahbar in ihren Uniformen, zumindest die junge Frau, versteckt hinter ihrem langen Haar, den Blick auf ihre Fingernägel gerichtet, als fehlte ihr das Handy in der Hand. Der Wärter – er kennt mich noch vom letzten Jahr – antwortet mit breitem Lächeln „Lasagne“.
Die Frau aus Ghana hebt den Kopf, als hätte sie auf meine Frage gewartet, schaut mir in die Augen, ein Anflug von Lächeln in ihrem Blick: „Dryed Fish with spicy tomatosauce“. Ein Augenblick Mensch-Sein. Ein Augenblick, den ich nicht vergessen werde und der mir die Tränen in die Augen treibt, nun da ich ihn niederschreibe.
Alle schenken sie mir ihr Lieblingsessen. Und als die junge Wächterin ihre Finger ruhen lässt und „Steak“ sagt, ruft sie ein Echo der Begeisterung bei den jungen Männern hervor. Plötzlich herrscht eine Stimmung, als säßen wir gemeinsam um einen Tisch und bestellten eben unser Lieblingsessen. Und ich wünschte, ich könnte ihre Erinnerungen, die ihnen mit ihrem Essen auftauchen, mit ihnen teilen. Gemeinsam erzählen wir die Geschichte zu Ende, tauchen ein in eine kleine Weile heitere Unterhaltung. Arikitikitok
Als letztes erzähle ich „Ein Adler bleibt immer ein Adler“. Spüre, wie inständig ich mir wünsche, dass dieses Wissen, selbst wenn alle Flügel gestutzt sind, bleibt ein Adler ein Adler, sich tief einnisten kann.
Der Abschied ist herzlich. Die Frau aus Ghana kommt zu mir, einen kurzen Moment halten wir unsere Hände sehen uns in die Augen. Ich würde ihr so gern die Blumen mitgeben. Die jungen Männer bedanken sich und werden zurückgebracht auf ihre Flure. Als Uwe und ich aus dem Andachtsraum gehen, kommt uns auf dem Flur noch einmal der junge Mann, den wir zu Beginn getroffen haben, entgegen. Er beschenkt mich mit seinem offenen Blick und mit seiner Geste: er legt beide Hände auf sein Herz.
Auf der Heimfahrt im Auto erzählt Uwe von M., dem ich letztes Jahr begegnete. Über die Türkei aus dem Iran geflüchtet, stand er damals kurz vor der Abschiebung, zurück in die Türkei. Hatte das Flugticket schon bekommen und wusste von seinem Freund, der von der Türkei aus weiter in den Iran abgeschoben wurde. Seine Verzweiflung füllte den Raum. Ein paar Tage später begleiteten ihn drei Polizisten zum Flughafen. Im Flugzeug gelang es ihm, sich lautstark gegen die brutalen Griffe der Polizisten zu wehren, so dass der Kapitän sich weigerte, ihn mitzunehmen. Zurück in der GfA kam er wieder in Einzelhaft, ein weiteres Mal in seinem jungen Leben traumatisiert. Kurz darauf das nächste Ticket. Es waren nur noch wenige Tage, bis er die Frist überstanden hätte, nach der er nach geltendem Recht nicht mehr abgeschoben werden kann. Am Morgen der Abschiebung ließ er sich eine Hantel auf den Fuß fallen, in der Hoffnung, mit einem verletzten Fuß nicht fliegen zu können. Kurz danach wurde er entlassen. Nicht wegen des Fußes. Einer der drei Polizisten war krank geworden, ein Ersatz konnte so schnell nicht gefunden werden.
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‘A detainee never walks through this door’
Storytelling for people in deportation detention
This is the second time I have stood before these walls – five metres high, perhaps more. Smooth grey concrete. Above them, blue sky. At least today. Behind them: barbed wire, security gates, video cameras, high-security wing – and people. They are the reason I am here. People who were born far away, who were children, and then, then life became unbearable, hopeless. Why else would they have set out on this journey? Now they wait behind these walls, fearing the deportation flight back to hopelessness.
I stand with Uwe in front of these walls, a friend for more than half my life and, for several years now, a chaplain here in the ‘detention centre for persons required to leave the country’. What a name: detention centre – it is a prison I am standing in front of.
The porter behind the glass pane takes my mobile phone and ID card and exchanges them for a visitor's pass. Then we go through the security gates. Uwe knows the drill, every move practised. He holds the door to the corridor open for me. Two men, about the same age, both dressed in dark clothes, come towards us and greet us. Uwe, still holding the door, courteous as always, asks, ‘Would you like to leave here?’ One of the men, whose uniform I only now recognise, looks at Uwe, shakes his head almost imperceptibly and says, ‘No detainee ever walks through this door.’
What a grotesque situation. These two sentences echo in my head. Uwe's ‘Do you want to get out of here?’ and the reply ‘No detainee ever walks through that door.’ I ask myself: which door do they walk through then? The back exit? The ramp, straight into the police van? They are supposed to get out of here as quickly as possible, and not just here, but out of Germany. Away with them! ‘Detainees’ – what a term to use for human beings. For people with lives I cannot imagine. Now they are being ‘detained’. The first week in solitary confinement. If they get through this week obediently and submissively, they are allowed into the open corridor. One hour of free time a day in the inner courtyard. If despair finds a destructive outlet, they remain in solitary confinement.
Uwe still has some things to do in the office, I put the flowers I brought with me in water. The bright yellow and orange of the gerberas do me good. In between, Uwe tells me about the woman from Ghana who wants to come and talk. She fled after being forced into marriage with a voodoo priest. Now she is being flown back: ‘Ghana is big, you can settle somewhere else.’ What madness. Later, she will sit in the prayer room, staring at the bouquet of flowers, enveloped in resignation.
Then we pass through more gates into the outer courtyard. In front of the entrance to the main building is a small pond with a few wilted flowers. One of the employees is a landscape gardener, Uwe tells us, adding that in summer there were ducks in the pond, lovingly fed by the staff. What paths does the longing for vitality take for the people who work here? None of the people housed here, who are called ‘inmates’, see the flowers or can share the joy of the ducks during their hour of free time in the courtyard. In the prayer room, we arrange the chairs in a circle. Beautiful solid wooden chairs, I already know how heavy they are. That's the rule, too heavy to throw across the room, to turn them into weapons. I place the bouquet of bright gerberas in the middle and lay my red scarf around it. While I light the candles in the room, Uwe goes out into the corridors to fetch the people who want to come and listen. Four young men arrive first, entering the room cautiously, a guard standing in the open doorway. One of the men blurts out: "Please help! Five years in prison in Tunisia, now prison here, back to prison in Tunisia. Life is nothing but prison. Why? Please help!‘ I didn't expect such an outburst. It pierces me to the core. I hear myself say, ’I can't help." And I feel my anger rising. Why not? Why do we put people behind bars here? And I ask myself, as I have so often in recent days: What am I doing here? What do I think I'm achieving? The other three men sit down with the desperate man. They start to grin, no wonder, the situation is hopeless. Then the woman from Ghana comes in, her eyes downcast, and sits down on one of the chairs on the other side of the circle. Now there is also a female guard standing at the door. Uwe leaves again.I try to greet the woman, but she doesn't look up, she looks at the flowers. Then Uwe arrives with three young men, they greet us warmly, one of them speaks good English and German, he will translate into Arabic. The young man we met at the entrance is also there. Uwe greets us and sits down next to the woman from Ghana. The two men in uniform sit to the left and right of the door. I kindly invite them to join the circle, as there are still empty chairs, but they decline, looking irritated.
Then I hear myself say: ‘I am a storyteller, I love stories, I love imagining stories, and that is still possible even if they lock us up and take everything away from us.’ Is that true? Could I still imagine beautiful stories in this hopeless situation? My doubts, anger and despair mixed with shame grow even greater. I energetically push them aside, take refuge in the first story, tell it in English and German, and the young, friendly man translates it into Arabic. I quickly realise that I have to tell the story even more simply, make the images clearer; I can hardly feel any echo. One of the men excuses himself with stomach pains and leaves. I can understand him. Should I really tell ‘The Fire on the Mountain’ as my second story? This profound story of friendship, courage and freedom. I do it and feel how my longing for a spark of humanity and its warmth enters my storytelling, gives me grounding and opens up the space between us a little. While the young interpreter translates into Arabic, I tell the friendly man next to me the short version again in German, using my hands and feet, he nods, a first thread of encounter. The woman from Ghana is still looking only at the flowers. How good that we bought flowers.
In the third story, ‘The Woman in the Pumpkin,’ which I heard from Reza Maschajechi, I ask about favourite foods. The astonished look on the face of the first person I ask is etched in my memory. He can't believe that someone would ask him such a simple yet personal question. His answer and the sparkle in his eyes are a precious treasure. And of course, I can't repeat the Arabic word, I have to ask for help, and unfortunately I don't remember it now. All I know is that it was chicken with rice. The mood changes. And I ask everyone, including Uwe and the two people sitting to the left and right of the door, aloof in their uniforms, at least the young woman, hidden behind her long hair, her gaze fixed on her fingernails as if she were missing her mobile phone. The guard – he still remembers me from last year – replies with a broad smile, ‘Lasagne.’
The woman from Ghana lifts her head as if she had been waiting for my question, looks me in the eyes, a hint of a smile in her gaze: ‘Dried fish with spicy tomato sauce.’ A moment of being human. A moment I will never forget and which brings tears to my eyes now that I am writing it down.
They all give me their favourite food. And when the young guard rests her fingers and says ‘steak’, she elicits an echo of enthusiasm from the young men. Suddenly, the atmosphere is as if we were sitting together around a table and ordering our favourite food. And I wish I could share with them the memories that come to mind with their food. Together, we finish telling the story and immerse ourselves in a little while of cheerful conversation. Arikitikitok
Finally, I tell them ‘An eagle always remains an eagle’. I feel how fervently I wish that this knowledge, even if all its wings are clipped, an eagle remains an eagle, can take root deep within them.
The farewell is warm. The woman from Ghana comes to me, we hold hands for a moment and look into each other's eyes. I would so much like to give her the flowers. The young men thank us and are taken back to their corridors. As Uwe and I leave the prayer room, we meet the young man we met at the beginning again in the corridor. He greets me with an open look and a gesture: he places both hands on his heart.
On the way home in the car, Uwe tells me about M., whom I met last year. He fled Iran via Turkey and was about to be deported back to Turkey. He had already received his flight ticket and knew of a friend who had been deported from Turkey back to Iran. His despair filled the room. A few days later, three police officers accompanied him to the airport. On the plane, he managed to loudly protest against the brutal treatment by the police officers, so that the captain refused to take him. Back at the GfA, he was placed in solitary confinement again, traumatised once more in his young life. Shortly afterwards, the next ticket arrived. There were only a few days left until he would have passed the deadline after which he could no longer be deported under current law. On the morning of his deportation, he dropped a dumbbell on his foot in the hope that he would not be able to fly with an injured foot. Shortly afterwards, he was released. Not because of his foot. One of the three police officers had fallen ill and a replacement could not be found so quickly. |
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Tschüss und auf Wiedersehen!
Good bye and see you soon! |
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